Die Zustimmung zur Demokratie schwindet in Regionen ohne Lokalzeitung stärker, wie Studien zeigen.
Ohne journalistische Kontrolle, ohne Anstoß zum Diskurs, ohne Einordnung von einzelnen Entscheidungen in ein größeres Ganzes, ohne die Bewertung von Nachrichten als echt oder falsch bricht die Basis der demokratischen Öffentlichkeit weg: die Informiertheit. Die Folgen sind dramatisch: die Flucht in Nebenöffentlichkeiten, in die Filterblasen der sozialen Netzwerke oder der Rückzug ins Private. Es fehlt im Diskurs, was den Kern redaktioneller Arbeit ausmacht: die Perspektive des anderen, das Überprüfen des eigenen Standpunktes.
Meine Gedanken zur Angleichung der Stuttgarter Zeitung an die "Südwest Presse" könnt ihr der aktuellen Ausgabe der Kontextwochenzeitung lesen.