Für Zukunft und ein
(c) Lena Lux

Für Zukunft und ein

starkes Miteinander

Die Zeit, in der wir leben, ist die Einzige, die wir haben – um zu lernen, zu verstehen, zu handeln, zu gestalten.

Darin liegt eine große Chance. Blicken wir zurück in die Geschichte, dann sehen wir: jede Zeit hat ihre Herausforderungen. Das gilt auch für unsere Zeit jetzt, in der sich viele Fragen neu stellen, Veränderungsprozesse angestoßen sind und sich Weltordnungen verschieben. Gleichzeitig leben wir in einer starken Demokratie, die Beteiligung an vielen Stellen möglich macht, mit hervorragenden Unternehmen, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen, einem sehr guten Gesundheits- und Sozialsystem und – wenigstens zumeist – in einem solidarischen Miteinander.

Wer, wenn nicht wir, sollen also die Aufgaben, die sich für viele Länder und Staaten aktuell stellen, lösen? Ich glaube daran, dass wir miteinander dazu fähig sind. Dass wir fast alle Möglichkeiten haben.

Fragt man mich, was die wichtigsten Aufgaben unserer Zeit sind, dann weiß ich manchmal nicht, wo anfangen. So viel ist gleichermaßen wichtig: die Überhitzung des Erdklimas und das Aussterben von Pflanzen und Tieren einzudämmen; Demokratie, Freiheit und Frieden in Europa zu sichern; unsere Wirtschaft nachhaltig und weltweit erfolgreich in die Zukunft zu führen; ein Bildungssystem zu schaffen, das unseren Kinder und Jugendlichen alles mitgibt, um dieses Leben zu meistern, und das Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet; die Forschung so zu unterstützen und stark zu machen, dass sie die Antworten auf die vielen Fragen findet und schnell umsetzen kann, die sich technologisch, medizinisch und gesellschaftlich stellen; Innovation zu ermöglichen und unser Miteinander im Dialog zu entwickeln. Fehlt ein Teil davon, dann ist das Ganze geschwächt.

Als Gesellschaft haben wir gerade in den vergangenen Jahren viele Herausforderungen gemeistert. Wir alle denken nicht gern an die Corona-Pandemie zurück. Sie hat schmerzhaft bestätigt, wie wichtig der Einsatz für ein starkes Gesundheitssystem, ein gutes soziales Miteinander und eine krisenfeste Gesellschaft ist. Aber wir haben sie gemeistert. Dank unserer Forschung, dank unserer Kliniken und Arztpraxen, dank der Rücksicht, die wir aufeinander genommen haben – gerade auf die gesundheitlich Schwächeren. Daraus haben wir viel gelernt. Aber wir müssen weiter daran arbeiten, auch das, was nicht gut gelaufen ist, aufzuarbeiten.

Dazu kommen neue Konflikte in der Weltgemeinschaft, die deutlich stärkere Einflüsse auch auf unseren Alltag haben. Wir merken das aktuell ganz besonders in der Diskussion um die Verteidigungskraft Deutschlands, aber auch in der schwierigen Situation, in der die Wirtschaft steckt. Wichtig aber ist: Wir sind auch hier nicht nur von anderen abhängig. Wir können selbst gestalten und neue Technologien, die eben auch für neue wirtschaftliche Stärke stehen, schneller und effektiver voranbringen.

Zweifelsohne: Diese Jahre waren und sind nicht leicht. Aber sie zeigen auch, was wir als Gemeinschaft leisten können.

Wir haben die Energieversorgung auch ohne russisches Gas gesichert; wir haben rasant schnell einen Impfstoff gegen Covid gefunden; wir haben enorme Fortschritte beim Ausbau von Solar- und Windenergie gemacht, in der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, der E-Mobilität, der Erkennung und Behandlungen von Krankheiten wie Krebs und vieles mehr.

Wir in Baden-Württemberg

In den vergangenen 15 Jahren haben wir als Regierungsfraktion viel erreicht – auf verschiedenen Feldern. Diese Gesellschaft ist eine andere geworden. Unter anderem durch die Politik des Gehörtwerdens. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen und Politik mitzugestalten, hat das Vertrauen vieler in staatliche Prozesse gestärkt. Wir sind offener und toleranter geworden, aber wir müssen noch besser lernen, dass unterschiedliche Haltungen nebeneinanderstehen können und wir darüber zugewandt und respektvoll reden und streiten können.

Wir sind auf dem Weg zur Klimaneutralität: Wir haben die Erneuerbaren Energien konsequent ausgebaut und die kommunale Wärmeplanung umgesetzt. Wir haben die Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr mit Regiobuslinien und auf der Schiene deutlich ausgebaut. Wir haben die biologische Vielfalt gestärkt und den Nationalpark Schwarzwald gegründet - und zuletzt sogar erweitert. Mit dem bildungspolitischen Fokus auf Sprachförderung in der Kita und Basiskompetenzen in der Grundschule sorgen für mehr Bildungsgerechtigkeit. Aber auch die Gemeinschaftsschule haben wir als Modell stark gemacht. Wir haben die mehrjährige Hochschulfinanzierung ermöglicht und umgesetzt, die Verfasste Studierendenschaft eingeführt, Baden-Württemberg als führenden Innovationsstandort in Europa entwickelt und dadurch ermöglicht, dass unsere Hochschulen im internationalen Wettbewerb extrem erfolgreich sind. Das wirkt in die Wirtschaft, die nur durch technologische Innovation im Wettbewerb bestehen und eigene Akzente setzen kann.

Ich bin sehr dankbar, dass ich als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst und zuvor als Staatssekretärin sowie als ihre Landtagsabgeordnete viele dieser Prozesse mitgestalten und voranbringen konnte. Vieles ist noch zu tun. Daher möchte ich mich im Landtag weiter mit ganzem Engagement und mit meiner Stimme für Stuttgart und die Menschen aus dem Stuttgarter Osten, Bad Cannstatt, Obertürkheim und Untertürkheim, aus Wangen, Hedelfingen und Neugereut einsetzen.

Dafür ist es weiterhin wichtig, dass wir im Gespräch bleiben. Deshalb ist es mir ein Anliegen mit Ihnen in direkten Kontakt zu treten und den Austausch zu suchen. Ich freue mich, wenn Sie direkt Kontakt zu mir aufnehmen, denn ich bin in meiner Arbeit darauf angewiesen, zu wissen, was Sie beschäftigt, wo der Schuh drückt, was man angehen und verbessern sollte.

Auf dieser Webseite ist es natürlich nicht möglich, alle Themen, die für uns als Gesellschaft wichtig sind, anzusprechen. Ein paar Schwerpunkte habe ich gesetzt. Hier finden Sie Gedanken, die vielleicht zum Gespräch anregen. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. Als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst dreht sich mein Arbeitsalltag vor allem um diese drei Felder, die zugleich extrem relevant für die Zukunft unseres Landes sind. Thematisch eng angebunden sind für mich Bildung und Wirtschaft. Für uns als Gesellschaft ist die Wahrung und Verteidigung unsere Demokratie eine zentrale Aufgabe – gerade jetzt. Freiheit ist die Basis für alles andere. Wichtig für mich mit Blick auf den Wahlkreis ist darüber hinaus die Bedeutung unserer biologischen Vielfalt, die Forschung daran (unter anderem im Rosensteinmuseum und in der Wilhelma), der Schutz der Weinberge, Schrebergärten und der Traditionen, die damit verbunden sind.

Sie finden also im Folgenden Texte zu Forschung und Innovation, Kunst und Kultur, Wirtschaft, Bildung, Demokratie und Artenvielfalt

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung!